Das Mindmapping Tool „MindNode“ verwende ich schon seit dem Studium zum Ordnen und Strukturieren komplexerer Inhalte. Aber auch in der Schule hat es sich zur Darstellung eines Advance Organizers sehr bewährt. Besonders, seit man den Mindmaps „Aufgaben“ hinzufügen kann.

 

Hier sieht man als Beispiel eine Reihe zum Einstieg in die Programmierung. Sie orientiert sich an dem Lehrwerk „Informatik 1“ von Schöningh. Das Lehrwerk gibt ein Szenario für Greenfoot vor, anhand dessen man verschiedene grundlegende Programmierkonzepte erschließen kann.

Mein Advance Organizer ist also nichts anderes als eine Übersicht über die Programmierkonzepte, die durch das Szenario erarbeitet werden.

Zu Beginn der Reihe zeige ich die Übersicht. Dann sind noch alle Punkte offen und wir besprechen, was wir uns so alles vornehmen und ob die Lernenden schon manche der Konzepte kennen.

Im Verlauf werden dann nach und nach die Punkte abgehakt, d.h. am Ende der Stunde oder am Ende einer kleineren Einheit wird die Übersicht wieder hervor genommen und überlegt, ob wir schon etwas abhaken können. Mit jedem abgehakten Punkt füllt sich der Ladekreis des Hauptthemas.

An dieser Stelle können die Lernenden leichter ausdrücken, an welcher Stelle es für sie noch schwierig ist, denn man kann buchstäblich mit dem Finger drauf zeigen. So können die Lernenden darin unterstützt werden, ihre Fragen und Probleme zu finden, statt nur zu sagen „Ich verstehe gar nichts mehr!“.
Lernende, die zunächst Berührungsängste empfinden, können durch die Übersicht zwischendurch immer wieder feststellen: Ich kann ja schon einiges!
Zusätzlich haben die Lernenden eine Übersicht darüber, welche Konzepte bisher bekannt sind (oder sein sollten) und damit auch darüber, was in Prüfungen abgefragt werden könnte.
Und nicht zuletzt: Die Übersicht lädt dazu ein, immer wieder das Gesamtbild in den Blick zu nehmen und Zusammenhänge zu suchen.