Über 30km, solche Höhen erreicht man in der Regel nur, wenn man Astronaut ist. Mit dem Projekt Wetterballon kann man als Lehrer seinen Schüler_innen aber zumindest die Möglichkeit geben einen elektronischen Stellvertreter an den Rand der Stratosphäre zu schicken.

Mit einer Nutzlast aus Kamera, Sensorik+Steuergerät und GPS-Tracker versehen steigt der eigene Wetterballon dem Himmel entgegen. Über Funk können eine Weile noch die Messdaten live empfangen werden, auch wenn die Augen den Ballon schon lange nicht mehr verfolgen können. Der Mikrocontroller an Bord zeichnet weiter fleißig die Temperatur, den Luftdruck, die Luftfeuchte und die Position auf. Nach ca. 2 Stunden hat sich der Ballon durch den immer geringeren Luftdruck auf das Vielfache seines Durchmessers am Boden ausgedeht und hat die Grenzen seiner Belastbarkeit erreicht. Der Ballon platzt und es geht für den Nutzlastcontainer zurück zur Erde! Erst schnell, dann baut der Bremsfallschirm durch die wieder dichter werdende Luft seine Wirkung auf. Der GPS-Tracker verrät den gespannt wartenden Schüler_innen wo ihr himmlischer Schatz nieder geht und das Verfolgerteam kreist den Landeort ein. Nach der Bergung der hoffentlich unbeschadet gebliebenen Nutzlast kann die Auswertung der Daten beginnen. Besondere Freude machen dabei natürlich die Videoaufnahmen vom Flug, bei denen man sich dann vielleicht tatsächlich ein bisschen wie ein Astronaut fühlen kann.