In diesem Blogbeitrag beschreibe ich die Vorbereitungen für meine erste agile Reihe. Hier geht es zunächst um die Bastelarbeiten, also die Gestaltung des ProjectBoards, der Karten, Rahmen, Umschläge usw.
Es werden noch Blogbeiträge folgen, die die agile Methode genauer beleuchten, das Projekt inhaltlich vorstellen und im Anschluss bestimmt auch ein Erfahrungsbericht.

Für die Projectboards habe ich mich gegen eine digitale Lösung entschieden. Ich habe zunächst überlegt, ob ich die Boards über Padlet pflegen lasse, aber das hat einige Probleme aufgebracht:

  • Die SuS brauchen Accounts. Aus Gründen des Datenschutzes kann ich sie nicht auffordern, ihre richtigen Namen zur Anmeldung bei padlet zu verwenden. Mit Nicknames wird die Zuordnung der Arbeitsergebnisse allerdings schwierig.
  • Wenn man in padlet auch das Backlog und die Fertigen Aufgaben verwaltet, wird es schnell unübersichtlich.
  • Für mich wäre es aufwändig, alle ProjectBoards im Blick zu behalten.

Sicher gibt es andere Lösungen (S.Hpp verwendet ein digitales Board!), aber erst mal keine die ohne weiteres für mich verfügbar und praktikabel sind. Außerdem ist die Rückwand in meinem Informatik-Raum magnetisch und eignet sich dadurch perfekt für solche Boards.

Ich habe also nach einem Rahmen für meine Schilder gesucht, sie bearbeitet, gedruckt, laminiert und mit kleinen Klebemagneten versehen.

Mein Kollege und ich haben im Baumarkt schmale und möglichst leichte Holzleisten gekauft haben. Nachdem er sie zurecht geschnitten hat, haben wir auf der Rückseite mit Alleskleber ebenfalls Magneten angebracht.
Wir hatten auch einen Versuch mit Magnetklebeband, aber die Magnetstreifen waren zu schwach, um die Leisten an der Wand zu halten. Vielleicht hätte es geklappt, wenn wir mehr davon aufgeklebt hätten.

Die Schilder und Rahmen haften nun wunderbar an der Wand, lassen sich aber auch rückstandfrei wieder ablösen, was in Schule ja von großer Bedeutung ist. An der Rückwand des Raumes befinden sich dauerhaft fünf Boards. Das geht natürlich nur, weil ich einen Informatikraum habe, in dem ich alles hängen lassen kann. Durch die Magneten könnte man die Boards aber auch komplett abbauen.

Die SchülerInnen-Teams finden zu Beginn der Stunde immer die „leeren“ Boards vor und befüllen sie im Standup mit ihren Karten. Jedes Team hat einen Ordner mit Briefumschlägen, in denen die Team-Karten gelagert werden. Dadurch bleiben die Boards flexibel und können in mehreren Kursen parallel verwendet werden. Außerdem kann ich von Weitem und auf einen Blick sehen, welches Team Karten in die Kategorie „Probleme“ verschoben hat.

Am Ende der Stunde aktualisieren die Teams ihre Boards, verschieben also gegebenenfalls Karten, sprechen darüber und sortieren sie danach in die Umschläge. Die Umschläge werden durch einen Heftstreifen gebündelt und lagern in einer kleinen Box bei mir.