Ich habe Sketchnotes für mich entdeckt. Es ist eine tolle Möglichkeit, Gedanken in mehreren Codierungen darzustellen. Da man Worte und Bilder kombiniert, muss man viel intensiver darüber nachdenken.

Das Zeichnen der kleinen Bildchen macht mir außerdem Spaß. Es soll angeblich super schnell gemacht werden, aber ich verliere mich oft ewig darin.

Ich habe folgende Materialien genutzt, um es mir anzueignen:

  • Das kostenfreie eBook von Ralf Appelt : hier!
  • Fobizz Mikrofortbildung im Fobizz Adventskalender 2020
  • Symbolsuchmaschine: thenounproject
  • Symbolbibliothek: hier!
  • eBook Sketchnotes. Die große Symbol-Bibliothek: 1000 Vorlagen mit vielen Zeichenanleitungen von Nadine Roßa

Die letzten drei Punkte nutze ich weiterhin jedes Mal, wenn ich Sketchnotes erstelle, wobei ich das Buch von Nadine Roßa für die Schule nur begrenzt hilfreich finde. Also da finde ich schon ab und zu mal etwas, aber die meisten Symbole finde ich bei thenounproject.

Ich erstelle Sketchnotes für meine Schüler:innen als vorbereitetes Tafelbild, als Zusammenfassung, Spickzettel für die Klausur, kleine Dekorationen auf Arbeitsblättern … Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten.

Sketchnotes in GoodNotes

Ich mache oft Screenshots von den Symbolen, die ich mir rausgesucht habe und füge diese in GoodNotes ein, wo ich sie dann im Prinzip abpause. Das ist auf jeden Fall eine Variante für Menschen, mit wenig Übung.

Richtig begeistert bin ich davon, dass man in GoodNotes die gezeichneten Symbole nun auch als Stempel speichern und wieder verwenden kann. Das macht mir Hoffnung, in Zukunft doch auch auf die Schnelle etwas gestalten zu können.

Sketchnotes als Aufgabe für Schüler:innen

Am Ende einer Reihe gebe ich meinen Schüler:innen gerne den Auftrag, Sketchnotes anzufertigen. Darin sollen sie dann die Reihe noch mal zusammen fassen. Was war das wichtigste? Was war für mich spannend/neu/bemerkenswert?

Viele Schüler:innen reagieren auf diese Aufgabe zunächst gehemmt und skeptisch. Ich höre dann: „Aber ich kann nicht zeichnen!“.

Daher gebe ich zunächst eine Einführung mit Hilfe dieser Präsentation: hier!

Sie basiert auf dem oben genannten eBook und enthält als Beispiel eine Sketchnote, die ich nicht selbst angefertigt habe (Link zur Quelle auf der Folie). Die Präsentation zielt darauf ab, zu zeigen, dass man nur wenige Grundformen benötigt, aus denen man alle Bildchen zusammen setzen kann.

Ich zeige die Folie und fordere die Schüler:innen auf, das ein mal auszuprobieren.
Nach jeder Folie folgt eine Abfrage: Wie schwierig war das?
Meist war es nicht schwierig und die Schüler:innen nähern sich an den Eindruck an, dass sie es vielleicht doch schaffen können.

Am Ende entstehen oft so wundervolle Ergebnisse, auf die die Schüler:innen zu Recht stolz sind. Sie präsentieren sie fast immer gerne und haben viele Komplimente für einander.